Avodah Zarah 62

Kapitel 62

א השולח חבית של יין ביד כותי ושל ציר ושל מורייס ביד עובד כוכבים אם מכיר חותמו וסתמו מותר אם לאו אסור
1 Wenn jemand ein Faß Wein durch einen Samaritaner, oder Fischlake oder Tunke durch einen Nichtjuden gesandt hat, so sind sie, wenn er das Siegel und den Verschluß erkennt, erlaubt, wenn aber nicht, verboten!?
ב אמר רבי זירא לא קשיא כאן בעיר כאן בדרך
2 R. Zera erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines in der Stadt und eines auf dem Wege.
ג מתקיף לה רבי ירמיה מידי הנך דעיר לא בדרך אתו אלא אמר רבי ירמיה בין הגיתות שנינו כיון דכולי עלמא אפכי מירתת אמר השתא אי חזי לי מפסדו לי
3 R. Jirmeja wandte ein: Kommt er in die Stadt etwa nicht über den Weg!? Vielmehr, erklärte R. Jirmeja, haben wir dies von dem Falle gelernt, wenn er sich zwischen den Keltern befindet; da viele dort verkehren, so fürchtet er, indem er sich sagt, wenn sie dies sehen, so fügen sie mir einen Schaden zu.
ד אתמר מפני מה אסרו שכר של עובדי כוכבים רמי בר חמא אמר רבי יצחק משום חתנות רב נחמן אמר משום גילוי
4 Es wurde gelehrt: Weshalb haben sie den Met der Nichtjuden verboten? Rami b. Ḥama erklärte im Namen R. Jiçḥaqs, wegen der Verschwägerung; R. Naḥman erklärte, wegen des Offenstehens. —
ה אגילוי דמאי אילימא גילוי דנזייתא אנן נמי מגלינן ואלא דחביתא אנן נמי מגלינן לא צריכא באתרא דמצלו מיא
5 Wegen welches Offenstehens, wenn wegen des Offenstehens des Gärbottichs, so lassen wir ihn ja ebenfalls offen stehen, und wenn wegen des Offenstehens des Fasses, so lassen wir es ja ebenfalls offen stehen!? — In dem Falle, wenn sie das Wasser abstehen lassen. —
ו אלא מעתה ישן תשתרי דא"ר ישן מותר אין מניחו ליישן החמיץ מותר אין מניחו להחמיץ גזירה ישן אטו חדש
6 Demnach sollte doch der alte erlaubt sein, denn R. [Ḥanina] sagte, alter sei erlaubt, weil [das Gift] ihn nicht alt werden lasse, sauergewordener sei erlaubt, weil es ihn nicht sauer werden lasse!? — Der alte ist mit Rücksicht auf den neuen verboten.
ז רב פפא מפיקין ליה לאבבא דחנותא ושתי רב אחאי מייתו ליה לביתיה ושתי ותרוייהו משום חתנות רב אחאי עביד הרחקה יתירתא
7 R. Papa ließ ihn sich zur Tür des Ladens herausbringen und trank ihn. R. Aḥaj ließ ihn sich nach Hause bringen und trank ihn. Nach beiden ist er wegen der Verschwägerung verboten, nur beobachtete R. Aḥaj eine noch größere Fernhaltung.
ח רב שמואל בר ביסנא איקלע למרגואן אייתו ליה חמרא ולא אשתי אייתו ליה שיכרא ולא אשתי בשלמא חמרא משום שימצא שיכרא משום מאי משום שימצא דשימצא
8 Einst kam R. Šemuél b. Bisna nach Marguan, und man setzte ihm Wein vor, den er aber nicht trank; hierauf setzte man ihm Met vor, und er trank ebenfalls nicht. — Erklärlich ist es vom Weine, nämlich wegen des Makels, weshalb aber keinen Met!? — Wegen des Makels eines Makels.
ט אמר רב האי שיכרא דארמאה שרי וחייא ברי לא נישתי מיניה מה נפשך אי שרי לכולי עלמא שרי אי אסיר לכולי עלמא אסיר
9 Rabh sagte: Der Met der Aramäer ist erlaubt, mein Sohn Ḥija darf jedoch davon nicht trinken. — Wie du es nimmst: ist er erlaubt, so ist er ja für die ganze Welt erlaubt, und ist er verboten, so ist er ja für die ganze Welt verboten!? —
י אלא רב סבר משום גילויא ואזיל מרורא דכשותא וקלי ליה זיהריה ודלקי מלקי ליה טפי וחייא ברי הואיל ולקי לא נישתי מיניה
10 Rabh ist der Ansicht, nur wegen des Offenstehens, jedoch hebt die Bitternis des Hopfens die Kraft des Giftes auf; wer aber leidend ist, dem schadet er und da mean Sohn Ḥija leidend ist, so darf er davon nicht trinken.
יא אמר שמואל כל השרצים יש להן ארס של נחש ממית של שרצים אינו ממית אמר ליה שמואל לחייא בר רב בר אריא תא ואימא לך מילתא מעלייתא דהוה אמר רב אבוך הכי אמר אבוך הני ארמאי זוקאני דהוו שתו גילויא ולא מתו איידי דאכלי שקצים ורמשים חביל גופייהו
11 Šemuél sagte: Alle Kriechtiere haben ein Gift, nur ist das der Schlange tödlich und das der anderen Kriechtiere nicht tödlich. Šemuél sprach zu Ḥija b. Rabh: Gelehrtensohn, komm, ich will dir eine schöne Sache sagen, die dein Vater gesagt hat; folgendes sagte dein Vater: daß die aufgedunsenen Aramäer offenstehende [Getränke] trinken, und nicht sterben, kommt davon, weil sie Ekel- und Kriechtiere essen und ihr Körper dadurch unempfindlich ist.
יב אמר רב יוסף
12 R. Joseph sagte: